Abends zwei Minuten sparen morgens zehn. Legt Rucksäcke, Instrumente, Sportsachen und Schlüssel bereit. Checkt Kalender kurz: Wer fährt wann, welcher Raum, welches Meeting, welche Prüfung? Ein Post-it für jedes Kind mit morgiger Mini-Priorität senkt Druck. So muss morgens niemand improvisieren, sondern nur bestätigen oder anpassen, und das gelingt in Sekunden erstaunlich stressfrei.
Ein sichtbarer Timer verhindert Abschweifungen, eine feste Reihenfolge schenkt Sicherheit: groß, klein, groß, klein – oder umgekehrt. Jede Person nennt kurz Terminlage, eine Priorität und ein mögliches Hindernis. Kein Problemlösen, nur Erkennen und Zuordnen. Wer hilft wem? Braucht jemand frühere Abfahrt? Diese Klarheit entsteht durch Struktur, nicht durch Lautstärke oder Geschwindigkeit.
Wenn es brennt, wird das Ritual nicht gestrichen, sondern verkürzt. Drei Sätze reichen: „Ich bin unterwegs“, „Meine Priorität ist X“, „Ich brauche Y“. Notfalls per Zettel oder Sprachnachricht. Besser eine schmale Brücke als ein Sprung ins Ungewisse. So bleibt die Gewohnheit intakt, und alle wissen genug, um verlässlich zu handeln, ohne Chaos.
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